Shooting im Fotostudio mit drei Blitzen

Studio Shooting mit NinaDer Reiz der Studiofotografie liegt darin, dass sie einem die volle Kontrolle über das gesamte Bild gibt. Man ist nicht einfach nur Beobachter sondern Schaffer einer ganzen Szene. Was für den Maler die weiße Leinwand ist, ist für den Fotografen das leere Studio. Jetzt heißt es, eine entwickelte Idee zu realisieren und auszuleuchten.

Wer im Studio fotografiert hat nicht nur die volle Kontrolle über den Bildaufbau und Inhalt sondern auch über das Licht: Anzahl der Lichtquellen, Intensität, Richtung, Farbe, Soft oder Hart. Das sind viele Möglichkeiten, aber auch viele Herausforderungen. Der Phantasie sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt.

Bei so vielen Freiheiten empfiehlt es sich, systematisch vorzugehen. In diesem Post möchte ich euch meine Vorgehensweise in der Studiofotografie zeigen. Entstanden sind die Bilder mit der bezaubernden Nina in meinem Studio vor einem neutral-grauen Hintergrund.

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Zeitraffer

TimelapseVor meiner kleinen Sommerpause hatte ich euch bereits die Seite von Timescapes vorgestellt, auf der fantastische Zeitraffer zu sehen sind. Videos, von Sternenhimmeln und Wüstenlandschaften, in atemberaubender Klarheit und Schärfe. Videos, so gut, dass es schon fast surreal wirkt. Videos, die nicht mit einer Videokamera sondern mit einem normalen Foto gemacht wurden. Und zwar Bild für Bild. Frame für Frame.

Selten hat mich ein Portfolio so beeindruckt. Nachdem ich die Videos immer und immer wieder angesehen habe und im Forum viele Tipps und Tricks erhielt, ließ ich alles stehen und liegen und fuhr in die Stadt klickte auf Amazon.de und bestellte mir eine Zeitsteuerung (TC-80N3) für meine EOS.

Am nächsten Tag kam das Päckchen und ich legte sofort los: das Spielen mit Timelaps-Videos (so heißen Zeitraffer auf Englisch) macht extrem viel Spaß. Und zwingt einen dazu, viele gewohnte Dinge der Fotografie auf ganz neue Weise zu betrachten.

Am Anfang fehlt einem noch etwas das Gefühl für das richtige Intervall, die tatsächliche Anzahl an Bildern sowie den optimalen Einstellungen. Darum habe ich erstmal vom sicheren Wohnzimmer aus durch das Fenster den Wolkenhimmel fotografiert und dabei konzentriert aufgepasst (ok, ich habe mir eine DVD angesehen).  So nach und nach merkte ich, dass sich die Welt um uns herum schneller ändert als man glauben möchte.

Hier also die Zusammenfassung für alle, die selbst einmal ein Zeitraffervideo machen wollen.

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Tricks für das Lichtzelt

Stilleben RisottoDer Schwerpunkt meiner Fotografie liegt eindeutig auf Portraits. Die Zusammenarbeit mit Menschen macht mir einfach Spaß. Dennoch fotografiere ich gerne immer wieder auch Stilleben und Produktfotos im Lichtzelt.

Während bei der People-Fotografie das Model im Vordergrund steht, kann ich mich bei Stilleben und der Produktfotografie ganz auf die Kamera und das Licht konzentrieren. Eine Vase oder Pflanze bleibt geduldig an ihrem Platz, das ständige rumrücken macht ihr nichts aus. Ich kann in aller Ruhe diverse Einstellungen ausprobieren, das Setup ändern oder die Bilder zwischendurch am Rechner sichten.

Dabei habe ich festgestellt, dass ein paar Tricks immer gut funktionieren. Zwei davon möchte ich in diesem Post näher beschreiben.
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LAB’s have some fun

Die meisten Fotografen dürften mit dem RGB-Farbraum vertraut sein, schließlich sind die Bilder der Digitalkamera darin gespeichert. Ebenfalls bekannt sein dürfte der CMYK-Farbraum, der vorallem im Druck eine Rolle spielt. Beide Farbräume basieren im Prinzip auf der gleichen Idee. In mehreren Kanälen werden die Grundfarben – entweder Rot-Grün-Blau oder eben Cyan-Magenta-Gelb-Schwarz – gespeichert. Das fertige Bild ergibt sich aus der Mischung dieser Farben.

Neben RGB und CMYK gibt es noch mehr Farbräume, unter anderem den LAB-Farbraum. Dabei wird die Farbe und die Helligkeit in separaten Kanälen abgelegt. Der L-Kanal  enthält die Helligkeitsinformationen (Luminanz), der A-Kanal die Farbverteilung zwischen Grün und Rot und der B-Kanal die Farbenverteilung Blau bis Gelb.

Somit lassen sich bei LAB die Helligkeit und die Farben vollkommen getrennt voneinander behandeln.

Zuerst möchte ich eine Möglichkeit vorstellen, mit der man Bildern in Photoshop knalligere Farben verleihen kann, in dem man die A und B Kanäle bearbeitet. Anschließend möchte ich zeigen, wie man mit dem Helligkeitskanal ein Bild schärfen kann, ohne die Farbqualität zu mindern.
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Nach dem Shooting, oder „…die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“

Jeder digitale Fotograf kennt das: am Ende eines Shootings gilt es hunderte von Fotos und Gigabyte von Daten zu sortieren. Früher hat einen wenigstens noch der Preis für Film und Entwicklung gebremst. Heute hält einen nichts mehr. Man braucht einen effizienten Workflow zum Sichten und Beurteilen der Bilder. In akzeptabler Zeit.

Am Ende eine Shootings importiere ich in der Regel zwischen 200 und 400 Bilder in meine Lightroom 2.2 Bibliothek. Dass ich nicht alle Bilder auf meinem Mac behalten kann und will liegt auf der Hand. Die Frage ist daher, mit welcher Strategie kann ich in kürzester Zeit die besten Bilder ausfindig machen?

Es gibt diverse Bücher und Tutorial zu diesem Thema und doch muss jeder Fotograf seinen ganz eignen Workflow finden. Meiner sieht so aus:
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